Unterschied Metalle Salze Moleküle

In der Chemie begegnen dir ständig Stoffe, die ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Manche glänzen und leiten Strom, andere bilden Kristalle, wieder andere bestehen aus kleinen Teilchen, die wir Moleküle nennen. Um chemische Formeln richtig zu verstehen und Stoffe einordnen zu können, ist es wichtig, die drei großen Stoffgruppen zu unterscheiden: Metalle, Salze und Moleküle.

In diesem Text lernst du, wie du diese Stoffgruppen erkennst, welche Eigenschaften sie besitzen und wie du sie im Periodensystem zuordnen kannst.

Stoffgruppen Chemie 8. Klasse

Metall
Von links nach rechts: Gold - Steinsalz - Methan

Ein wichtiger Punkt beim Verständnis der Stoffgruppen ist, dass ihre Eigenschaften direkt aus dem Aufbau ihrer Teilchen entstehen. Metalle besitzen frei bewegliche Elektronen, weshalb sie Strom leiten und sich gut verformen lassen. Bei Salzen sorgt das regelmäßige Ionengitter für hohe Schmelztemperaturen und die typische Kristallform. Moleküle dagegen bestehen aus einzelnen Teilchen, die nur schwach miteinander wechselwirken, was ihre niedrigen Schmelz- und Siedetemperaturen erklärt. Wenn du diese Zusammenhänge erkennst, kannst du viele Stoffe des Alltags schnell richtig einordnen – ein wichtiger Schritt für das Verständnis der Chemie in der 8. Klasse.

Was sind Metalle?

Metalle sind Stoffe, die aus Metallatomen bestehen. Sie haben typische Eigenschaften, die du sicher schon aus dem Alltag kennst:
  • Sie glänzen metallisch.
  • Sie leiten Wärme und Strom sehr gut.
  • Sie lassen sich verformen (z. B. zu Drähten ziehen).
  • Sie bilden positive Ionen (Kationen), weil sie Elektronen abgeben.
Beispiele für Metalle:
  • Eisen (Fe)
  • Kupfer (Cu)
  • Gold (Au)
🔍 Einordnung im Periodensystem Metalle findest du links und in der Mitte des Periodensystems. Sie machen den größten Teil aller Elemente aus.

Was sind Salze?

Salze bestehen aus positiven Metallionen und negativen Nichtmetallionen. Diese Ionen werden durch starke ionische Bindungen zusammengehalten. Dadurch bilden Salze kristalline, spröde Stoffe.

Typische Eigenschaften von Salzen:

  • Sie sind spröde und brechen leicht.
  • Sie haben hohe Schmelztemperatur.
  • Sie leiten Strom nur, wenn sie geschmolzen oder in Wasser gelöst sind.
  • Viele Salze lösen sich gut in Wasser.

Beispiele:

  • Natriumchlorid (NaCl) – Kochsalz
  • Calciumcarbonat (CaCO₃) – Kalk

Was sind Moleküle?

Moleküle bestehen aus Nichtmetallatomen, die sich durch kovalente Bindungen verbinden. Dabei teilen sich die Atome Elektronen, statt sie abzugeben oder aufzunehmen.

Eigenschaften von Molekülen:

  • Sie bestehen aus abgegrenzten Teilchen (Molekülen).
  • Viele sind gasförmig oder flüssig.
  • Sie leiten keinen Strom.
  • Sie haben oft niedrige Schmelz- und Siedetemperaturen.

Beispiele:

  • Wasser (H₂O)
  • Kohlenstoffdioxid (CO₂)
  • Methan (CH₄)

Fragen zum Video:

FAQ

Metalle bestehen aus Metallatomen und zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, Elektronen abzugeben und positiv geladene Ionen (Kationen) zu bilden. Sie sind in der Regel glänzend, formbar und leiten Wärme und Strom gut.

Moleküle bestehen aus Nichtmetallatomen, die sich durch kovalente Bindungen miteinander verbinden. Nichtmetallatome neigen dazu, Elektronen aufzunehmen und negativ geladene Ionen (Anionen) zu bilden.

Salze entstehen durch die Kombination von Metallkationen und Nichtmetallanionen. Die Ionen werden durch elektrostatische Anziehungskräfte, sogenannte ionische Bindungen, zusammengehalten. Salze sind in der Regel kristallin und spröde.

Im Periodensystem befinden sich die Metalle auf der linken Seite, während die Nichtmetalle auf der rechten Seite stehen. Die Halbmetalle, die je nach Partner als Metall oder Nichtmetall reagieren können, befinden sich entlang der Trennlinie zwischen Metallen und Nichtmetallen.

Metalle: Gold (Au), Eisen (Fe), Silber (Ag)

Salze: Natriumchlorid (NaCl, Kochsalz), Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃, Rost)

Moleküle: Wasser (H₂O), Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄)

Legierungen sind Mischungen aus verschiedenen Metallen, die homogen verteilt sind. Sie behalten die typischen Eigenschaften von Metallen bei.


Nach den Grundlagen seid ihr jetzt für die kommenden Übungen gut gerüstet!