Benennung der Carbonsäureester

Was du können solltest:

  • Die Benennung der homologen Reihe der Alkane.
  • Verzweigte Alkane, Alkene und Alkine und organische Verbindungen, welche zu den Alkoholen oder zu den Carbonsäuren gezählt werden, sicher benennen können.

Solltet ihr noch Nachholbedarf haben, wiederholt die Kapitel. Es lohnt sich!

Benennung der Ester nach dem deutschen System

Eine Besonderheit ist, dass die Benennung im deutschsprachigen Raum in der Regel nicht nach dem IUPAC-System erfolgt. Das Vorgehen dazu wird im ersten der beiden Lehrvideos genauer dargestellt. Carbonsäureester werden in der Esterkondensation durch die Reaktion von Carbonsäuren mit Alkoholen gebildet. Kennzeichnend ist die dabei entstehende Ester-Gruppe.

Fragen zum Video:

Benennung nach IUPAC

Endung -oat? Es empfiehlt sich, auch die Regeln für die Benennung nach IUPAC zu kennen. Das Vorgehen dafür findet ihr im zweiten Lehrvideo.

Im Alltag

Carbonsäureester begegnen uns im Alltag viel häufiger, als man zunächst denkt. Viele typische Düfte und Aromen beruhen auf solchen Verbindungen, die in der Natur entstehen oder gezielt hergestellt werden. Besonders bekannt sind fruchtige Noten, die wir aus Süßigkeiten, Getränken oder Parfüms kennen. Ein anschauliches Beispiel ist der charakteristische Geruch der Ananas. Dieser entsteht durch eine Mischung verschiedener Ester, die gemeinsam das typische Aroma erzeugen. Auch in Lösungsmitteln, Kunststoffen oder Weichmachern spielen solche Stoffe eine wichtige Rolle, wodurch sie sowohl in Haushalten als auch in technischen Anwendungen präsent sind.

Carbonsäureester

Veresterung

Bei diesem Vorgang reagieren zwei organische Stoffe miteinander, wobei ein neues Molekül entsteht, das charakteristische Eigenschaften besitzt. Entscheidend ist, dass die beteiligten Teilchen in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen und unter passenden Bedingungen miteinander umgesetzt werden. 

Häufig wird dieser Prozess im Unterricht genutzt, um zu zeigen, wie sich Strukturmerkmale auf Geruch, Löslichkeit und andere Eigenschaften auswirken. Besonders anschaulich wird der Vorgang, wenn man ihn experimentell begleitet, da sich dabei oft ein deutlicher Duft entwickelt, der das Ergebnis unmittelbar erfahrbar macht. Darüber hinaus eignet sich dieser Themenbereich gut, um grundlegende Prinzipien der organischen Chemie zu vermitteln, etwa die Bedeutung funktioneller Gruppen oder die Rolle von Katalysatoren. Auch die energetischen Aspekte lassen sich gut einbinden, da der Prozess sowohl in der Natur als auch in technischen Anwendungen eine wichtige Rolle spielt.

Hydrolyse

Der Vorgang beschreibt die Umwandlung eines Stoffes durch die Reaktion mit Wasser. Dabei wird ein bestehendes Molekül in zwei oder mehr Bestandteile zerlegt. Der Ablauf ist besonders interessant, weil er zeigt, wie empfindlich bestimmte Bindungen gegenüber äußeren Bedingungen sein können. Temperatur, pH‑Wert oder die Anwesenheit bestimmter Teilchen können den Ablauf stark beeinflussen. 

Im Unterricht wird dieser Prozess häufig genutzt, um zu verdeutlichen, wie Stoffe in biologischen Systemen abgebaut oder umgewandelt werden. Auch in technischen Bereichen spielt er eine Rolle, etwa bei der Herstellung oder Zersetzung bestimmter Materialien. Durch das Verständnis dieses Vorgangs wird deutlich, wie eng chemische Reaktionen mit alltäglichen Phänomenen verknüpft sind, beispielsweise beim Verderb von Lebensmitteln oder beim Abbau von Kunststoffen.er

Funktionelle Gruppe

Dieser Begriff beschreibt ein charakteristisches Strukturelement innerhalb eines Moleküls, das maßgeblich für dessen Verhalten verantwortlich ist. Solche Struktureinheiten bestimmen, wie ein Stoff reagiert, welche Wechselwirkungen er eingehen kann und welche physikalischen Eigenschaften er zeigt. Für Lernende ist dieses Konzept zentral, weil es hilft, große Stoffmengen zu ordnen und Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Molekülen zu erkennen. 

Durch das Erkennen solcher Strukturelemente lassen sich Reaktionen besser vorhersagen und Zusammenhänge leichter verstehen. Im Unterricht bietet dieses Thema eine hervorragende Grundlage, um systematisch in die organische Chemie einzusteigen. Es ermöglicht, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und Muster zu erkennen, die sich durch viele Stoffklassen hindurchziehen. Dadurch wird die Vielfalt organischer Verbindungen überschaubarer und zugänglicher.


Nach den Grundlagen seid ihr jetzt für die kommenden Übungen gut gerüstet!

 Lösungsvideos:

Übung:

Schwierigkeit
mittel

Benenne nachfolgende Strukturformeln nicht nach IUPAC sondern dem deutschen System.

Carbonsäureester

Übung:

Schwierigkeit
schwer

Benenne nachfolgende Strukturformeln nicht nach IUPAC sondern dem deutschen System.

Ester
 

 
Viel Erfolg beim Lösen der Aufgaben!